Die Rösterei Werksbrandt liegt romantisch zwischen Wäldern und Wiesen am Rande Rosenheims. Ihr Besitzer Manfred, ein gstandener Bayer, hatte schon immer den Traum von der eigenen Rösterei, doch er zierte sich. 9.000 Kaffeemaschinen verkaufte er, bis er die Schnauze voll hatte und sich schlussendlich doch an den Röster traute. Wir sind froh darüber, denn dabei heraus kamen wunderbare Kaffee- und Espressomischungen, bei denen man Handwerk und Leidenschaft mit jedem Schluck schmecken kann. Traute er sich Anfangs noch nicht mal an den Röster, ist er jetzt richtig experimentierfreudig geworden: Als wir ihn besuchen dürfen wir einen Espresso testen, der insgesamt 50 Minuten geröstet wurde – und er schmeckte!
Doch viel wichtiger sind die Kaffees, die Manfred mit zu uns an Bord gebracht hat. Die wollen wir nun ausführlich testen:
Der Kräftige


Dieser Kaffee ist eine kräftige Arabica-Robusta-Mischung (60/40) und durch den recht hohen Robustaanteil eigentlich für die klassiche Espressozubereitung im Siebträger geeignet. Doch Werksbrandt ist experimentierfreudig, wir wir schon sagten, und empfiehlt die Zubereitung auch mit dem Kaffeefilter – mit weniger und gröber gemahlenem Pulver. Das probieren wir direkt aus! Wir mahlen die Bohnen schön schrotig, siehe Bild, und gießen Wasser auf, das nach dem Kochen etwa eine halbe Minute abgekühlt ist.
Wir riechen: Ein dezentes Aroma, feine Noten von Kakao.
Wir schmecken: Dieser Kaffee ist so kräftig wie sein Name, das zeit auch das Bild. Obwohl wir sehr grob gemahlenes Pulver verwendet haben, wird der Kaffee schon schwarz. Durch seinen hohen Robustaanteil ist er zwar kraftvoll, jedoch angenehm zu trinken. Er enthält keine Säuren und ist sehr magenschonend. Ein angenehm ruhiger Abgang nach einem vollen Mündgefühl – schön auch mit einem Schuss Milch.
Unser Fazit: Sollte man unbedingt auch mal in der Karlsbader Kanne probieren. Ein schöner Alltagskaffe. Als Espresso auch toll als Basis für einen Cappuccino oder Latte Macchiato.
Espresso Zia


Dieser Espresso, das müssen wir einfach sagen, ist unser Liebling! Warum? Das verraten wir gleich. Er besteht aus 100% aus Indien (Indien Monsooned Malabar), weitere Teile aus Asien und Südamerika.
Wir riechen:Intensiv Noten von Zartbitterschokolade – nicht süß, sondern eher herb.
Wir schmecken: Einen milden und dennoch sehr aromatischen Espresso. Kaum Säuren, dafür umso intensivere Nuancen Zartbitterschokolade und Kakao. Weich im Mundraum und im Abgang deutlich karamelling.
Unser Fazit:Tante Zia mögen wir nicht nur, weil es ein “starker Kaffee für starke Frauen ist”
Der Espresso ist schön rund, gleichzeitig lecker schokoladig-karamellig, dabei aber nicht zu süß. Ein toller Espresso, der zu jedem Anlass passt.
Supercrema


Ob dieser Kaffee seinem Namen alle Eher macht? Das wollten wir direkt probieren. Mit einer schönen, vollen Crema, lässt es sich auch gut einen Cappuccino zubereiten. Wir wollen zwei Kaffeegetränke testen, einen Schümli und einen Cappuccino, so wie Manfred es empfiehlt. Der Kaffee besteht aus 80% Arabicas und 20% Robustas. Und wieder könnte man bei der Zusammensetzung an einen klassischen Espresso denken. Wir legen los:
Wir riechen: Ein weiches Aroma von Edelhölzern und zartem Gras. Sehr dezent, nicht zu aufdringlich.
Wir schmecken: Wir probieren den Kaffee mit etwas gröber gemahlenem Pulver im Siebträger, bereiten einen doppelten Espresso zu. Die Crema wird sehr dicht und karamellig hellbraun. Wir gießen den Kaffee mit etwas heißem Wasser auf und geben zwei Teelöffel Sahne dazu. So wird der Kaffee schön cremig und entsprechend schmeckt er auch. Die süßlichen Noten werden durch die Sahne betont, er ist angenehm rund im Nachgeschmack. Sehr bekömmlich.
Unser Fazit: Ein schöner Schümli Kaffee, nicht zu würzig, ohne Säuren. Wir empfehlen die Zubereitung mit Kaffeesahne oder als Cappuccino.
Espresso Bio


Diese Arabicamischung aus Südamerika, Ozeanien und Äthiopien ist besonderds mild und magenschonend. Darum testen wir diesen Kaffee zum Schluss. Nach drei Mischungen und dem Genuss von Espresso, Schümli und Cappuccino können wir etwas Leichtes gut gebrauchen
Wir riechen: Ein sehr voluminöses Aroma, schön würzig.
Wir schmecken: Einen fein süßlichen Kaffee ohne Säuren, mit Noten von Karamell. Er hinterlässt ein schön klares Mundgefühl, ist nicht zu aufdringlich.
Unser Fazit: Ein milder Espresso mit dennoch schöner Cremabildung. Serh gefällig und bekömmlich. In Kombination mit Milch, also als Cappuccino zum Beispiel, wird die süße Karamellnote noch betont.
Alle Kaffeemischungen gibt es noch bis zum 20. September bei uns an Bord.